Marc Hieronimus
Marc Hieronimus: Der Schritt zur Seite (2016)

*9.11.1973, geboren und wohnhaft in Kln.

Alles anhalten. Nachdenken. Und das ist keine traurige Angelegenheit.“ So lautete das Motto einer franzsischen Comic-Kolumne der Siebziger Jahre, als weltweit die letzten Utopien geschrieben wurden.

Vierzig Jahre spter haben sich Krempel und Rummel vervielfacht, und die Welt steht am Abgrund: Klimawandel, Verseuchung der Bden, der Meere, der Luft und das grte Artensterben seit 65 Millionen Jahren. Die Kriege ums letzte l sind noch nicht beendet, die ums Wasser haben lngst begonnen.

Die meisten stecken den Kopf in den Sand. Andere sagen: Weiter so, mehr Wachstum! Eine dritte Gruppe schwrt, Wissenschaft und Technik seien die Lsung, dabei sind sie das Problem. Die franzsische Dcroissance-Bewegung greift dagegen Kritik und Utopie von damals wieder auf: Weniger Arbeit, Besitz, Konsum bedeuten ein Mehr an Freundschaft, Freizeit und Genuss.

Das Buch stellt die Motive, Denker und falschen Freunde der franzsischen Wachstumskritiker vor.

Neben einem Sach- und Personenregister umfasst das 328-seitige Buch eine Bibliographie mit allen wichtigen deutsch-, englisch- und franzsischsprachigen Titeln zum Thema Dcroissance. Es enthlt 23 Illustrationen u.a. von Gb, Andy Singer, Patrick McGrath Muiz und Andreas Tpfer.

Erhltlich im Buchhandel oder direkt beim Verlag.

 

Termine
21.12. Uni Hamburg: Ringvorlesung “Der Holocaust im Comic - das Ende der Tabus?”
https://www.gwiss.uni-hamburg.de/einrichtungen/graduiertenschule/vergegenwaertigungen-shoah/aktuelles.html

(Vielleicht) das Ende meiner Nazicomicforschung. Ich habe gesagt, was ich sagen konnte, und nur sehr wenige Comics heben sich von den einmal etablierten Mustern ab.  Die wichtigsten Fragen zur NS-Zeit bleiben auch nach Regalmetern Literatur unbeantwortet: Wie konnte das geschehen? Kann es wieder geschehen? Antworten sind m.E. eher in der Massen- und Tiefenpsychologie zu suchen, und auerdem gilt immer noch Max Horkheimers Spruch: “Wer vom Kapitalismus nicht reden will, soll vom Faschismus schweigen.”

 

Aktuelle Verffentlichungen
Am 5.12. ist die Nr. 135 der ganz wundervollen Zeitschrift La Dcroissance erschienen - mit einem ganzseitigen Interview ber mein Buch!

Der Lichtwolf Nr 56 zum Thema Gebck“ ist ebenfalls da. Dort gibt es meinerseits einen Beitrag zu Brot, eine vieh-losophische Betrachtung der Spinne sowie einige einige Rezensionen und Illustrationen.

Beim Konkursbuchverlag ist im Oktober wieder ein Heimliches Auge erschienen, die Nummer XXXI, diesmal mit zwei erotischen Essays (oder philosophischen Heimachern) aus meiner Feder. Zum Fest der Liebe...

Frankophone Comicforscher mssen noch ein bisschen auf meinen Beitrag zu Holocaust-Comics warten, der nchstes Jahr im Verlag der CNRS erscheinen soll, und zwar neben anderen zum Grothema der “Katastrophe”.

 

 

 

 

 

Letzte nderung: 20.12.2016